{"id":292,"date":"2012-12-19T22:40:18","date_gmt":"2012-12-19T20:40:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.textwerkstatt.de\/wp\/?page_id=292"},"modified":"2013-01-15T18:40:03","modified_gmt":"2013-01-15T16:40:03","slug":"2-raumnot","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schellingschule.de\/?page_id=292","title":{"rendered":"2. Raumnot"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Am zweiten September 1950 wurde das neue Schulgeb\u00e4ude als \u201eSchelling-Volksschule Leonberg\u201c feierlich durch den damaligen B\u00fcrgermeister Carl Schmincke, der auch den Namen der Schule vorgeschlagen hatte, eingeweiht. Es verstand sich als Teil der \u201eVolksschule Leonberg\u201c, zu der eben auch noch die Spitalschule geh\u00f6rte. Die Leitung der Schule \u00fcbernahm Konrektor Adolf Hirschburger, dem die Schl\u00fcsselgewalt vom Rektor der Spitalschule, Christian Pfaff, \u00fcbergeben worden war. Ab 1953 leitete Hirschburger die Schule dann als Rektor (bis zu deren Eigenst\u00e4ndigkeit 1956).<br \/>\n\u00a0<br \/>\nOrganisatorische Probleme in dieser Anfangszeit gab es zuhauf; so bat man wiederholt um die Schaffung und Einrichtung eines Lehrmittelzimmers, denn Lehrmittel wie Landkarten, Bilder und Modelle mussten bis dato in den Klassenr\u00e4umen gelagert werden &#8211; die Folgen waren Verschmutzungen und Besch\u00e4digungen der W\u00e4nde. Ebenso wurde die Einrichtung eines Lehrerzimmers gew\u00fcnscht, wie Konrektor Hirschburger schreibt:<br \/>\n\u00a0<br \/>\n\u201eDie Lehrkr\u00e4fte wissen nicht, wo sie sich in ihren Hohlstunden aufhalten sollen, wenn an ihren Klassen durch Geistliche oder Hilfskr\u00e4fte Religionsunterricht erteilt wird.\u201c<br \/>\n\u00a0<br \/>\nKleinere Schwierigkeiten in dieser Anfangszeit waren auch noch \u201everlauste B\u00e4ume im Schulgarten\u201cund schon damals \u201eEinbr\u00fcche in Schulh\u00e4user\u201c.\u00a0<br \/>\nUnd nicht zuletzt galt die gr\u00f6\u00dfte F\u00fcrsorge des Lehrk\u00f6rpers der Gesunderhaltung der Sch\u00fcler; so wandte sich Hirschburger noch im September 1950 an den Stadtpfleger mit der Bitte um die Lieferung von Koks, denn:<br \/>\n\u201eAls Vorbeugungsmittel gegen die Kinderl\u00e4hmung wird empfohlen, die Kinder vor Erk\u00e4ltungen zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahre 1952 waren an der Volksschule (Schellingschule und Spitalschule) 31 Lehrkr\u00e4fte t\u00e4tig: 22 Lehrerinnen und Lehrer, zwei Aushilfskr\u00e4fte, f\u00fcnf st\u00e4ndige Religionslehrkr\u00e4fte sowie zwei Hilfskr\u00e4fte f\u00fcr Krankheitsf\u00e4lle, dies bei einer Sch\u00fclerzahl von 843 Volkssch\u00fclern und 120 Berufssch\u00fclern!<br \/>\n\u00a0<br \/>\n1954 wurde auf st\u00e4ndiges Dr\u00e4ngen der Elternschaft hin die erste \u201eAufbauklasse\u201c(heute: Realschule) eingerichtet; gleichzeitig wurde die erste \u201eHilfsschulklasse\u201c (heute \u201eF\u00f6rderschule\u201c) er\u00f6ffnet. Dies bedeutete aber, dass zwei Klassen der Volksschule wieder aus dem Geb\u00e4ude der Schellingschule ausgelagert werden mussten, sodass das Raumproblem der Leonberger Schulen nach wie vor nicht gel\u00f6st war, im Gegenteil: da Aufbau- und F\u00f6rderklassen in den n\u00e4chsten Jahren immer mehr wurden, sah man sich gezwungen, die komplette Volksschule in das alte Wehrbezirkskommando in der Bahnhofstra\u00dfe auszulagern.<br \/>\n\u00a0<br \/>\n1957 schlie\u00dflich wurden Spital- und Schellingschule getrennt, die Volksschule damit in zwei selbstst\u00e4ndige Schulen aufgeteilt; die Schellingschule erhielt 16, die Spitalschule 10 Lehrkr\u00e4fte. Den Amtssitz hatte die Spitalschule inne, Rektor der Schellingschule wurde Walter Ernst (bis 1961). Unter seiner \u00c4gide wurde 1960 der Hilfsschulzug selbstst\u00e4ndige Sonderschule, der Aufbauzug selbstst\u00e4ndige Mittelschule. Damit wurden auch die bis dato etwas verwirrenden Raumverh\u00e4ltnisse gekl\u00e4rt: Die Mittelschule (Realschule) zog nun in das Geb\u00e4ude der Schellingschule auf dem Distelfeld.<br \/>\nNeuer Rektor der Schellingschule wurde 1961 Hermann Steimle, (bis 1966), der zuvor Schulleiter der Spitalschule gewesen war (1957 \u2013 1961). Dieser berichtete am 19. Februar 1962 in einem Brief an B\u00fcrgermeister Otto Rexer von \u201emi\u00dflichen und untragbaren Raumverh\u00e4ltnissen\u201c, weil die Volksschule in f\u00fcnf verschiedenen Geb\u00e4uden untergebracht war, \u201ewodurch eine Zusammenarbeit au\u00dferordentlich erschwert wird\u201c, und kam zu folgender Schlussfolgerung:<\/p>\n<p>\u00a0<br \/>\n\u201eAbhilfe k\u00f6nnte meines Erachtens nur durch einen gro\u00dfz\u00fcgigen Ausbau des Schellingschulgeb\u00e4udes geschaffen werden.\u201c<\/p>\n<p>Dieser Hilferuf wurde erh\u00f6rt, und 1962 wurde das Architekturb\u00fcro Pfanzler und M\u00fcller mit der Planung f\u00fcr die Aufstockung und bauliche Umgestaltung sowie f\u00fcr den Erweiterungsbau des alten Schellingschulgeb\u00e4udes betraut, welche 1963 in die Tat umgesetzt wurde. Gleichzeitig wurde das Geb\u00e4ude der Gerhart-Hauptmann-Realschule eingeweiht.<br \/>\nAllerdings gab es nun wiederum Probleme mit der namentlichen Bezeichnung: Die Schellingschule, deren altes Geb\u00e4ude 1963 abgerissen wurde, war ja urspr\u00fcnglich als Volksschule (Hauptschule) gegr\u00fcndet worden, nun gab es aber gleich vier Bezeichnungen, die seit 1963 alle dasselbe Geb\u00e4ude, n\u00e4mlich das im Spitalhof, meinten:<br \/>\n\u00a0<br \/>\nSchellingschule Leonberg &#8211; Volksschule<br \/>\nSchellingvolksschule<br \/>\nSchellingvolksschule (Spitalschule)<br \/>\nSchelling (Spital)- Volksschule Leonberg<br \/>\n\u00a0<br \/>\nMan kam deshalb 1964 zu dem Schluss, die Volksschule im Stadtteil Leonberg, die bisherige Spitalschule, k\u00fcnftig Schelling-Volksschule zu nennen. Diese Namensfestlegung wurde von Sch\u00fclern, Lehrern und Eltern aber nie akzeptiert, man sprach immer noch stets von der Spitalschule, wenn man das entsprechende Geb\u00e4ude meinte.<br \/>\n\u00a0<br \/>\nWegen des rapiden Bev\u00f6lkerungsanstiegs im Stadtteil Ramtel feierte am 23.10. 1965 auch die August-L\u00e4mmle-Volksschule ihre Einzugsfeier.<br \/>\nUnd auch bez\u00fcglich der Klassenstrukturen gab es Neuerungen: So wurde im Jahr 1965 das f\u00fcnfte Schuljahr an Hauptschulen eingef\u00fchrt, dem sich im Schuljahr 1966\/67 auch die Schulen in Leonberg, Gerlingen und Malmsheim anschlossen.<\/p>\n<hr \/>\n<div><center><a href=\"?page_id=288\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.textwerkstatt.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/zurueck.png\" alt=\"zurueck\" width=\"21\" height=\"10\" \/><\/a> |  <a href=\"?page_id=295\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.textwerkstatt.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/vor.png\" alt=\"vor\" width=\"21\" height=\"10\" \/><\/a><\/center><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am zweiten September 1950 wurde das neue Schulgeb\u00e4ude als \u201eSchelling-Volksschule Leonberg\u201c feierlich durch den damaligen B\u00fcrgermeister Carl Schmincke, der auch den Namen der Schule vorgeschlagen hatte, eingeweiht. 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