{"id":288,"date":"2012-12-19T22:37:58","date_gmt":"2012-12-19T20:37:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.textwerkstatt.de\/wp\/?page_id=288"},"modified":"2013-01-15T18:35:55","modified_gmt":"2013-01-15T16:35:55","slug":"1-aller-anfang","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schellingschule.de\/?page_id=288","title":{"rendered":"1. Aller Anfang&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">&#8230; ist schwer.<br \/>\nAls der Oberlehrer Eugen Wendel das originelle Gedicht (<a href=\"?page_id=207\">&#8222;aus Geschichtliches&#8220;<\/a>) in schw\u00e4bischer Mundart am zweiten September 1950 seinem Zeitungsartikel zur Einweihung der neuen Volksschule in Leonberg hinzuf\u00fcgte, brachte er damit die ganzen M\u00fchen und Leiden zum Ausdruck, die dem Bau der Schellingschule vorausgegangen waren. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war eine neue Volksschule f\u00fcr die Stadt Leonberg im Gespr\u00e4ch; im Juli 1940 gab es eine Ausschreibung f\u00fcr Architekten zum Bau eines \u201eSammelschulgeb\u00e4udes\u201c mit Volksschule, Fachschule und Oberschule. Diese Baupl\u00e4ne wurden aber, wohl auch auf Grund der nachfolgenden Kriegsereignisse, nicht in die Tat umgesetzt, sehr zum Leidwesen der Sieger des Architektenwettbewerbs: diese wurden nach dem Krieg, als der Neubau eines Schulgeb\u00e4udes, wenn auch in kleinerem Ma\u00dfstab, zwingend wurde, nicht mehr mit der Durchf\u00fchrung des Baus beauftragt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Nachkriegszeit kam es, wie \u00fcberall in Deutschland, durch den Hereinstrom zahlreicher Heimatvertriebener und den Zuzug von Arbeitskr\u00e4ften in der aufbl\u00fchenden Region Stuttgart auch in Leonberg zu einer wahren Bev\u00f6lkerungsexplosion; das bis dato einzige Volksschulgeb\u00e4ude am Ort, die Spitalschule, ein im fr\u00fchen 19. Jahrhundert errichteter Fachwerkbau, platzte aus allen N\u00e4hten, die Klassenst\u00e4rke betrug nicht selten sechzig bis siebzig Sch\u00fcler. Oftmals mussten sogar zwei der \u00fcbervollen Klassenzimmer von einer einzigen Lehrkraft parallel betreut werden! \u00dcberdies sollten die Lehrkr\u00e4fte auch \u00fcber sportliches Talent verf\u00fcgen, denn sie mussten, um die Tafel zu erreichen, zuvor ein Stufengestell erklimmen! Der vorhandene Kastanienofen spendete winters nur in unmittelbarer N\u00e4he angenehme W\u00e4rme, weiter entfernt sitzende Sch\u00fcler mussten in der K\u00e4lte ausharren! So wandte sich der damalige Rektor der Spitalschule, Christian Pfaff, ein ums andere Mal schriftlich an den Gemeinderat, um diesen von der Notwendigkeit eines neuen Schulgeb\u00e4udes zu \u00fcberzeugen. Am vierten Februar 1948 schrieb er, beinahe flehentlich:<br \/>\n\u201eUnser altes Schulhaus mit unseren 8 Klassenzimmern, Zeichensaal, Handarbeitssaal, und Lichtbildzimmer reicht f\u00fcr 320 bis 350 Sch\u00fcler mit 8 Lehrern und einer Handarbeitslehrerin. Von 1900 bis 1930 hatte somit durchschnittlich jeder Lehrer 40 bis 45 Sch\u00fcler in einer Klasse. Diese Klassenst\u00e4rke gilt als Normalzahl. Heute betr\u00e4gt die Sch\u00fclerzahl mehr als das doppelte, n\u00e4mlich 870 Sch\u00fcler. (&#8230;) Nachdem sich unsere Sch\u00fclerzahl verdreifacht hat, ist es notwendig, dass ein neues Schulhaus mit weiteren 10 R\u00e4umen geschaffen wird. Unser altes Schulhaus w\u00fcrde als Knabenschulhaus noch f\u00fcr einige Jahre gen\u00fcgen. Das neue Geb\u00e4ude w\u00fcrde demnach die M\u00e4dchenschule geben. Beide Schulh\u00e4user h\u00e4tten je 8 Klassenzimmer, und 2 Lokale f\u00fcr Zeichnen, Religion und Handarbeit, bzw. Werkunterricht. Das Lichtbildzimmer w\u00e4re f\u00fcr Knaben und M\u00e4dchen gemeinsam, ebenso der Turnraum. Bei 16 Lehrern ergibt sich dann eine durchschnittliche Sch\u00fclerzahl von 60.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser eindringliche Brief gibt nicht nur Auskunft \u00fcber das damalige, f\u00fcr die heutige Zeit zahlenm\u00e4\u00dfig unvorstellbar hohe Verh\u00e4ltnis Sch\u00fcler &#8211; Lehrer, er beschreibt auch die \u00fcbliche Trennung von Sch\u00fclern nach Geschlechtern, eine Ma\u00dfnahme, die heutzutage in manchen p\u00e4dagogischen Kreisen durchaus wieder diskutiert wird, sowie das zahlenm\u00e4\u00dfige Missverh\u00e4ltnis von Lehrern und Lehrerinnen, das sich heutzutage leider komplett ins Gegenteil gewandelt hat!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach vielen Jahren z\u00e4hen Verhandelns \u00fcber Baukosten und Standortfragen wurde der Neubau schlie\u00dflich genehmigt, und der Schellingschule wurde auf den st\u00e4dtischen Grundst\u00fccken im \u201eDistelfeld\u201c zwischen Lisztstra\u00dfe Nr. 44 und dem Feldweg Nr. 93 ihr Platz zugewiesen. Man feierte Richtfest am 26. Oktober 1949 und die Schule wurde benannt nach dem ber\u00fchmten Philosophen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling<br \/>\n(<\/span><\/span><\/span><a href=\"http:\/\/www.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Wilhelm_Joseph_Schelling\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"font-family: Verdana,serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">www.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Wilhelm_Joseph_Schelling<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,serif;\"><span style=\"font-size: large;\">) (1775 \u2013 1854), der in Leonberg im evangelischen Stadtpfarrhaus in der Pfarrstra\u00dfe 14 geboren wurde und seine ersten beiden Lebensjahre dort verbrachte.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-286\" alt=\"schelling_haus\" src=\"http:\/\/www.textwerkstatt.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schelling_haus.jpg\" width=\"601\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.schellingschule.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schelling_haus.jpg 601w, https:\/\/www.schellingschule.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schelling_haus-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.schellingschule.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schelling_haus-500x213.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px\" \/><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<div><center>. |  <a href=\"?page_id=292\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.textwerkstatt.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/vor.png\" alt=\"vor\" width=\"21\" height=\"10\" \/><\/a><\/center><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; ist schwer. Als der Oberlehrer Eugen Wendel das originelle Gedicht (&#8222;aus Geschichtliches&#8220;) in schw\u00e4bischer Mundart am zweiten September 1950 seinem Zeitungsartikel zur Einweihung der neuen Volksschule in Leonberg hinzuf\u00fcgte, brachte er damit die ganzen M\u00fchen und Leiden zum Ausdruck, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schellingschule.de\/?page_id=288\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"sidebar-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-288","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=288"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/288\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":855,"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/288\/revisions\/855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schellingschule.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}